PSYCHOTHERAPIE & NATURHEILKUNDE


Achtsamkeit und Mitgefühl Trauer / Verlust
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ACHTSAMKEIT - SEI GUT ZU DIR.


"Du kannst die Wellen nicht aufhalten, aber du kannst lernen, auf ihnen zu surfen."

(Jon Kabat-Zinn)

 

Sei gut zu dir.

Wenn nicht du, wer dann?

Wie gehst du mit dir um?

Wenn es dir nicht gut geht, bist du aufmerksam und liebevoll mit dir?

Oder treibst du dich an, schimpfst mit dir, machst dich klein und redest so mit dir, wie du es von jemanden anderen nicht hören wollen würdest?

Oder ignorierst du deine Gefühle, drückst sie weg und lässt deinen Kummer alleine im Regen stehen?

 

ACHTSAMKEIT und SELBSTMITGEFÜHL

Achtsamkeit ist eine bewusste, offene, annehmende Aufmerksamkeit. Wenn wir achtsam sind, üben wir - so gut es eben geht - innerlich präsent zu sein und wir versuchen uns nicht abzuwerten. Das ist nicht einfach, gerade in unserer Gesellschaft heißt es immer: "Höher. Schneller. Weiter. Besser." Wie wäre es, mal Abstand davon zu nehmen und das was ist, was wir haben, wer wir sind wertzuschätzen. Oder wenigstens nicht klein zu machen. Empfindungen im Körper spüren, deutlicher wahrnehmen und einfach mal sein zu lassen. Ohne gleich ein "aber" hinzuzufügen und das Problem dahinter hervorzulocken um geschützt zu sein, für den "Wieder-auf-die-Nase-gefallen-Augenblick". Fallen wir doch eh. Könnten wir uns ja schon mal drauf vorbereiten...

Wie wäre es mal, nur das Positive zu sehen ohne dabei a) ein schlechtes Gefühl zu haben b) das Haar in der Suppe zu suchen c) wieder im Gedankenkarussel zu versinken. Einfach mal sein lassen. Wenigstens mal für ein paar Minuten... Schön, oder?

Wie wäre es, sich selbst zu mögen? Freundschaft mit sich zu schließen? Sich selbst mit Gefühl - mit Mitgefühl zu begegnen? Und nein, das ist nicht egoistisch. Im Gegenteil: Ein wertschätzender Umgang mit sich selbst macht weich, sanft, ruhig, zufrieden. Eine Haltung, die wir erst für uns selber entwickeln und somit dann automatisch nach Außen weiter geben.

 

Es besteht die Chance eine größere Klarheit über dein Empfinden und deine Reaktionen zu gewinnen. Das heißt nicht, dass du Buddha werden musst. Nein. Es bedeutet "nur" deine Gefühle klarer wahrnehmen. Erkennen wie deine Gefühle entstehen und auch erkennen, dass du ihnen nicht "willenlos" folgen musst.

Spüren was dir gut tut und was nicht. Wertschätzen was du kannst und deinen Frieden damit machen, was du eben nicht kannst. "Nein!" sagen aus Eigenverantwortung heraus. Achtsam mit dir und deinem Leben umgehen. Wir haben nur dieses eine, es ist kostbar.

 

 

GUT ZU SICH SEIN - IN DER TRAUER

In der Trauer gut zu sich sein, klingt erst einmal wie ein Gegensatz. Ängste, Sorgen, Schmerz, Hilflosigkeit und Überforderung, all das steht im Vordergrund - wie soll man dabei gut zu sich sein? In Lebensphasen des Verlustes und im Besonderen bei einer Suizid-Erfahrung werden Dinge von dir verlangt, die schwer zu leisten sind. Den Alltag meistern, Arbeiten gehen, soziale Kontakte pflegen... Es ist kräftezehrend, anstrengend und bedeutet Stress. Trauer ist emotionaler Stress.

Stress beeinflusst dich zusätzlich und hinterlässt nach geraumer Zeit Spuren. So kann Trauer z.B. Appetitlosigkeit hervorrufen - man kann einfach nicht essen, der Hals ist wie zugeschnürt. Hält die Appetitlosigkeit längere Zeit an, fehlen dem Körper wichtige Vitamine und Spurenelemente und es kommt zur Schwächung des Immunsystems, mit Erkrankungen, Haarausfall, Hautausschlägen etc. ... Nervosität, Anspannung, innerer Unruhe, Schlaflosigkeit, Gereiztheit usw.

Trauer bedeutet aber nicht nur Stress, Trauer ist auch ein emotionaler Ausnahmezustand. Wie gehen Sie dabei mit sich um? Was sagt Ihnen Ihre innere Stimme?...

Ich möchte mit dir keine Anstrengung unternehmen und dir noch ein weiteren Berg zur Bewältigung bieten. Mir liegt es am Herzen, mit dir gemeinsam einen fürsorglichen und achtsamen Weg zu finden, mit den derzeitigen Umständen so gut es eben geht, umzugehen. Möglichkeiten entdecken, die dir gut tun und kleine Inseln schaffen, auf die duc dich zurückziehen kannst. 

 

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